Gut Purbach zu Gast bei Max Stiegl

Essen

Tauchen Sie ein in eine Vielzahl von Rezepten und tägliche Inspirationen für kulinarische Genüsse, interessante Geschichten über traditionelle Gerichte, regionale Lebensmittel und deren Produzenten, Portraits über wahre Kochkünstlern und Backprofis sowie genussvolle Buchtipps mit Gewinnspielen.

Schokolade pur lädt zum Genießen ein

Tag des Schokoladekuchens

Heute am 27. Jänner ist der Tag des Schokoladekuchens. Zur Feier des Tages haben wir ein passendes Rezept für Sie....

Mehr Essen
entdecken & genießen

Ernährung (kinder)leicht

Ein Ernährungswissenschaftler im Interview über gesunde Ernährung für Kinder....
Das Müsli aus dem Handel mit Naturflocken „strecken“, um den Zuckergehalt zu senken.

Achtung, Nutriscore-Falle!

Grün heißt nicht immer automatisch gesund: Warum Sie bei „crunchy“ hellhörig werden sollten, ...
Laura Städtler, Claudia Hölbling und Daniela Pečnik möchten kindgerechte Kochboxen für Familien mit schwerkranken Kindern in Umlauf bringen.

Kochboxen für schwerkranke Kinder

Drei "stille Helden" möchten mit Kochboxen voll gesunder Lebensmitteln schwerkranken Kindern helfen...
Frisch gerissen schmeckt er am Besten: Der Kren

Kren: Erdige Wurzel mit Biss

Kren sorgt für die gewisse Schärfe im Leben. Gerade jetzt im Winter sorgt die kräftig schmeckende...
Heidi C. Brunner

Knuspriger Erdäpfeltatsch

Ein schnelles und köstliches Rezept aus dem Kochbuch „Polsterzipf & Grantnschleck“ der HLWs Kä...
Zwiebel, Knoblauch und Co. bereichern unsere Küche.

Zwiebelgewächse haben Hochsaison

Im Herbst und Winter haben Zwiebel, Lauch und Knoblauch als klassische Zutaten der wärmenden und de...
White Cap by Daniel Schellander

Perfekter Drink für kühle Winterabende

Barkeeper Daniel Schellander vom Restaurant "151 Bistro Bar" präsentiert einen schmackhaften After-...
Neue glutenfreie Mehle von Finis Feinstes

Fini’s Feinstes glutenfreie Bio-Mehle

Mehliger Innovationsgeist in der niederösterreichischen Traditionsmühle: Um den Genuss in den heim...
Kurt Frierss und Christoph Frierss mit Auszeichnung „Best Launch 2021“ (v.l.n.r)

Frierss Zirbenrauchschinken ist Österreichs Best Launch 2021

Die Ergebnisse des Launchmonitors 2021 über Österreichs beste Produktneueinführungen ist da! Der ...
Biobauer Berthold Pichler und seine Familie spezialisierten sich dabei im Anbau von Erdäpfeln.

Bio-Erdäpfel aus Friesach

Der Biohof Pichler steht für durch Qualität gekennzeichnete Bio-Produkte in Anbau und Vertrieb....

Neues Buch: Die Hildegard Fastenwoche
Anzeige

Die Hildegard Fastenwoche

Auszeit für Körper und Seele mit Hildegard von Bingen. Inspiration, praktische Tipps und vielfältige Anleitungen für eine Woche fasten.

Dieses kleine Büchlein begleitet Sie durch eine Fastenwoche nach Hildegard von Bingen. Es enthält kompakt und doch inspirierend und liebevoll aufbereitet alle nötigen Informationen von der Einkaufsliste über die wichtigsten Rezepte und Anwendungen bis hin zu Tipps für nützliche und wohltuende Begleitmaßnahmen oder vielfach erprobte Tricks, um Fastenschwächen gut zu meistern. Vor allem aber ruft es Tag für Tag in Erinnerung, was zu einem ganzheitlichen Fasten gehört: zur Ruhe kommen, sich auf sich selbst besinnen, das Wesentliche schätzen. Die täglichen Impulse verweisen auf wohltuende und wertvolle Rituale und stärken den Willen, wenn sich der innere Schlendrian einstellen möchte. Hildegard-Zitate und meditative Bilder begleiten durch den Tag und bereichern die Fastenwoche.

Die Autorin:
BRIGITTE PREGENZER gründete 2008 die Hildegardakademie in Dornbirn, begleitet seit vielen Jahren Fastengruppen und ist begeisterte Hildegardköchin. Ihre Ratgeber, Geschenkbücher und Kalender zur Hildegardlehre haben eine Gesamtauflage von 280.000 Exemplaren erreicht.

Trinken

Vom Neo-Winzer bis zum traditionsreichen Weinbauern, vom innovativen Edelbrenner, Craft-Bier-Brauer bis zum Wassersommelier – wir erzählen ihre Geschichten. Außerdem: aktuelle Trends rund ums Thema Trinken sowie köstliche Rezepte zum Nachmachen für schmackhafte Getränke mit und ohne Alkohol.

Julius Meinl Österreich

Das sind die Kaffeetrends 2022

Qualität, Convenience und Experimentierfreudigkeit sind die treibenden Kräfte hinter den wichtigsten Kaffeetrends des Jahres 2022. Gleichzeitig soll das Lieblingsgetränk der Österreicher...

Mehr Trinken
entdecken & genießen

Selbstgemachter Kombucha nach Rezept von Jelena Maier

Kombucha selbstgemacht

Haben Sie schon einmal selbst Kombucha herstellt? Wenn nicht, wollen wir Ihnen zeigen wie einfach es...
Unter dem Motto „Dry January“ versuchen auch hierzulande viele, im Jänner alkoholfrei durchzustarten.

Neujahrsvorsatz „Dry January“: Biergenuss trotz Alkoholverzicht

Ein Trend aus Großbritannien macht sich auch auf dem Kontinent zunehmend einen Namen: Unter dem Mot...
Kreiert wurde „TOM’S HOT BOWL – Cocktail“ von René Winkelbauer, dem Barchef des „Wohnzimmers“ in Klagenfurt, das im Falstaff-Barguide erst jüngst zum zweiten Mal in Folge zur besten Bar Kärntens gekürt wurde.

Schärfster Cocktail der Welt kommt aus Kärnten

Scovie Awards 2022 in New Mexico: Hinter dem Erfolg von „TOM’S HOT BOWL – Cocktail“ steckt d...
Der Trattlerhof feiert 10 Jahre Winzer am Berg

Winzer am Berg

10 Jahre Winzer am Berg: Winzer aus den bekanntesten Weinbauregionen des Landes laden im Jahr 2022 z...
Die Slow Wine Coalition ist eine internationale Allianz, die auf dem Willen basiert, sich mit den entscheidenden Themen für die Zukunft unserer Erde auseinanderzusetzen.

Erstes Treffen des Slow-Wine-Bündnisses in Italien

Gute, saubere und faire Weinhersteller kommen von 26. Februar bis 01. März 2022 in Bologna bei...
Ein winterlicher Drink der herrlich schmeckt

Darf es etwas Feines sein?

Die appetitanregende Wirkung eines Aperitifs ist längst bewiesen. Das meist alkoholhältige Geträn...

„Bacon Bloody Mary”

Bacon und Vodka, passt das zusammen? Und ob! Der Bacon wird nämlich mit braunem Zucker karamellisie...

Himmlischer Punsch

Kaum etwas wärmt an kalten Tagen so gut wie ein heißer Punsch. Ob fruchtig oder cremig, mit Rum od...

Das DOC-Weinbaugebiet Carso Kras

Der Karst rund um Triest ist ein ganz besonderes Gebiet, in dem ganz spezielle Trauben gedeihen. Dar...
Hochtalbier aus Bad Bleiberg

Sie brauen sich was: Hochtalbier aus Bad Bleiberg

Martin und Sandra Tarmann aus Bad Bleiberg sind am Wochenende stets in ihrer Garage zu finden – be...
Prosecco: Eine prickelnde Angelegenheit

Eine prickelnde Angelegenheit

Alles Prosecco, oder was? Na ja, es prickelt zumindest. Oder ist es doch Sekt? Spumante? Was ist der Unterschied? Und dann ist da noch ein Typ, der sich Brut nennt … Die volle Verwirrung? Hier gibt es Antwort auf so manch prickelnde Frage.

Da ist etwas Sprudelndes im Glas, das erfrischt und erfreut, es ist leicht zu trinken und passt zu jedem Anlass. Zum Freundinnenfrühstück oder auf dem Sommerbalkon. Beim Ausflug in den nahen Süden auf der Piazza oder zu einem Fischessen. Der „Prosecco“ ist immer und überall. Dabei handelt es sich häufig um ein Phänomen, das sich in der Sprachwissenschaft Deonym nennt. So wie man Tempo sagt und Taschentuch meint. Deshalb ist es bei Weitem nicht immer Prosecco, was als solcher serviert wird. Außerdem: Nur weil es sprudelt, heißt es nicht, dass die Qualität passt. Manchmal trinkt man doch gleich lieber Mineralwasser, oder? Generell ist der Boom der prickelnden Weine auf die 1980er- und 1990er-Jahre zurückzuführen. 

Garantierte Herkunft
2009 erhielt der Prosecco in Italien das Qualitätssiegel DOCG bzw. DOC – und ab da ging es auch qualitativ steil mit ihm bergauf. Das geschützte Ursprungsgebiet des „echten“ Prosecco sind die Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Aus letzterer stammt historisch gesehen seine Traube. Der Ort Prosecco im Karst oberhalb von Triest zeugt davon. Die Traube heißt heute offiziell Glera. Und nur aus ihr darf „Prosecco“ gemacht und so genannt werden.

Woher kommen die Bläschen?
Das kommt auf die Verarbeitungsmethode an. Bei Frizzante kann Kohlensäure zugesetzt werden. Bei der qualitätsvolleren Herstellung, etwa bei Spumante, setzt man auf die Charmat-Methode (zweite Gärung im großen Edelstahltank) oder auf die Champagner-Methode, bei der die zweite Gärung mittels Hefe und Zucker in der Flasche angeregt wird. Letztere wird in Italien meist Metodo Classico genannt. Die Bläschen nennt man übrigens Perlage, Mousseux oder auch Sparkling. In Friaul-Julisch Venetien konzentriert man sich insbesondere auf die Versektung (spumantizzazione) der autochthonen Rebsorten wie Ribolla Gialla und Malvasia sowie internationaler Sorten wie Chardonnay oder Pinot nero. 

Fixsterne am Sprudelhimmel
Die Vorreiter waren ab den 1960er-Jahren zwei große Persönlichkeiten der friulanischen Winzerszene: Manlio Collavini in Corno di Rosazzo und Pietro Pittaro in Codroipo. Ihre Produkte – Ribolla Gialla Spumante bzw. Brut aus Chardonnay und Pinot Bianco – sind Fixsterne am Sprudelhimmel. Der Prosecco fand durch den Entdeckergeist eines Mannes, der sich mit Präzision und Innovationsfreudigkeit einen Namen gemacht hat, wieder in seine angestammte Heimat Friaul-Julisch Venetien zurück: Vitjan Sancin hatte Mitte der 1990er-Jahre die fast vergessene Glera-Traube in Slowenien „wiedergefunden“. Mit seinen Söhnen Devan und Alen produziert er heute den eleganten Brut White auf dem Monte d‘Oro im triestinischen Karst. Apropos Brut: Dieser Begriff bezieht sich auf den Restzuckergehalt. Er liegt bei einem Brut unter 12 Gramm pro Liter. Die meisten der nach der Champagner-Methode hergestellten Schaumweine gehören zu dieser Klasse. Ausgezeichnet ist auch der strohgelbe, fein perlende Prosecco DOC der Azienda Ritter de Záhony in Aquileia, des weitläufigen historischen Weinguts von Guido Rossignoli. Mehrmals wurde dieser Spumante als italienweit Bester seiner Kategorie prämiert.

Für alle, die Rosa lieben
Diese „dritte“ Weinfarbe ist längst zur Trendfarbe geworden: Seit 2020 gibt es in der italienischen Weinordnung einen Prosecco rosé – aus Glera- und Pinot-trauben! Zu finden etwa als Joy Spumante Brut mit lachsrosa Ton, schönem Glyzinienduft und feiner Würze bei Forchir, einem traditionsreichen und gleichzeitig hochmodernen Weingut. Doch neben allen Definitionen und Erklärungen entscheidet letztlich der persönliche Geschmack, welchen prickelnden Wein-Varianten man den Vorzug gibt. Und bei der Vielzahl an Qualitätsproduzenten hilft ohnehin nur eines: sich voller (Vor-)Freude durchzukosten!

Ausgezeichnete Winzer:

Eugenio Collavini Viticultori
Via Ribolla Gialla 2
33040 Corno di Rosazzo (UD)
www.collavini.it  

Vigneti Pietro Pittaro
Via Udine 67
33033 Codroipo (UD)
www.vignetipittaro.com

Az. Agr. Sancin
Monte d’Oro-Mont 173
34018 S. Dorligo della Valle (TS)
www.sancin.com

Az. Ag. Ritter de Záhony
Piazza Pirano 8
Monastero di Aquileia
33051 Aquileia (UD)
www.ritterdezahony.it

Forchir
Località Casali Bianchini 2
33030 Camino al Tagliamento
www.forchir.it

Nicole Richter
Nicole Richter, Bloggerin und Alpen-Adria-Expertin, widmet sich mit großer Freude dem echten Genuss. Sie trifft Produzenten qualitätsvoller Weine, authentischer Lebensmittel, typischer Speisen. Bei ihren Reisen im „nahen“ Süden ist sie stets am Entdecken, Erforschen, Kosten und Ausprobieren. Hier kommen Sie zu ihrem Genussblog: www.nicolerichter.eu

Rezepte

Hier finden Sie viele Rezepte und tägliche Inspirationen für kulinarische Genüsse.

Maisschnitten nach Rezept von Alexander HermannFoto Essen © DK-Verlag, Sandra Eckhardt

Gebratene Maisschnitte mit Salbeibutter und Parmesan

Ein köstliches Rezept aus dem Buch „Weil’s einfach gesünder ist“ – heimische Powerfood-Rezepte vom 2-Sterne-Koch Alexander Hermann. ...

Mehr Rezepte
entdecken & genießen

Eine Käsesuppe ist was Feines an kalten Wintertagen.

Kärntner Käsesuppe

Zahlreiche regionale Molkereien bieten eine Vielfalt an Käsespezialitäten an. Die Kärntner Käses...

Aromatische Salze selbst gemacht

Ob zum Verschenken oder für den eigenen Genuss: Gewürzsalze sind schnell gemacht und verleihen so ...

Weihnachtsgenuss statt Weihnachtsstress

Von der Vorspeise bis zum Dessert: Das Mein-SONNTAG-Team hat für Sie ein viergängiges Weihnachtsme...
stock.adobe.com/svetlana_cherruty

Drei Länder – eine Küche: Weihnachtsbrot

Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsbäckerei? Aber nicht nur Kekse, sondern auch Weihnachtsbrote z...
Das ist mal der etwas andere Aperitif für Ihr Weihnachtsmenü.

Mrs. Santa´s Favourite

Wir haben einen wunderbaren Drink für Ihr Weihnachtsmenü....
Chili nur in getrockneter Form verwenden, frische können von lebensgefährlichen Bakterien befallen sein, die sich in Öl rasch vermehren.

Gewürzöl

Wer Speisen den letzten Kick geben möchte, der kann dies zum Beispiel mit Gewürzölen tun. Natürl...
RMK

Knuspriges Roggenbrot, selbst gemacht

Am 11. November wurde in den HLWs in Kärnten deren Kochbuch "Polsterzipf & Grantschleck" vorgestell...
Aromatische Kletzen, süße Feigen, saftige Zwetschken mit kernigen Nüssen und wärmenden Gewürzen in zünftigen Brotteig gemischt: einfach köstlich, so ein verführerisches Kletzenbrot!

Kärntner Kletzenbrot

Ein altes Rezept aus dem Kochbuch "Polsterzipf & Grantnschleck" der HLWs Kärnten, typisch für die ...
Ein schnelles Rezept für arbeitsreiche Zeiten aus dem neuen Kochbuch „Polsterzipf & Grantschleck“ der HLWs in Kärnten.

Verkehrte Käsnudel

Sie mögen Käsnudeln, haben aber keine Zeit, die originalen zu machen? ...
Kerstin Giannakopoulos

Die Tschebull Festtags-Ente

Simpel, aber großartig. So lautet die Mission von Hannes Tschemernjak, dem Wirt von „Der Tschebul...
Spitzenkoch Max Stiegl mit seinem neuen Kochbuch
Max Stiegl empfiehlt:

… und wenn alle Stricke reißen, einen Spritzer kann man immer trinken!

Max Stiegl ist ein kulinarischer Künstler mit einer ungeheuren Leidenschaft für Regionalität und Heimat. Wir sprachen mit dem Haubenkoch über seine Anfänge, das Gut Purbach und sein neuestes Kochbuch.

Max Stiegl, Österreichs Koch des Jahres 2021, hat sich mit dem Gut Purbach einen pannonischen Traum der Gastlichkeit geschaffen. Der Betrieb in der Nähe des Westufers des Neusiedler Sees lässt einen Besuch im Burgenland mit seiner Bodenständigkeit und Gastfreundschaft zu jeder Jahreszeit zum Erlebnis werden. Max Stiegl hat die Räume seines Gastronomie- und Beherbungsbetriebs auf sanfte Weise renoviert und mit modernen Möbeln zeitgemäß eingerichtet. Mit dieser Mischung aus Design und eindrucksvoller pannonischer Architektur schuf man ein Refugium für kulinarischen Genuss gepaart mit Gemütlichkeit und Entspannung. Im vielfach ausgezeichneten Haubenlokal treffen pannonische Zutaten und burgenländische Esskultur auf feines Handwerk. Der Spitzenkoch ist ein Vertreter der Nose-to-Tail-Küche und scheut auch nicht vor Experimenten mit ungewöhnlichen Zutaten zurück.

Das Gut Purbach
„Die Idee war damals, dass wir eine Galerie und ein Pop-Up-Restaurant machen, einfach weil keiner geglaubt hat, dass sich das so entwickeln wird“, denkt Spitzenkoch Max Stiegl an seine Anfänge in Purbach zurück. Das Haus, in dem das heutige Haubenlokal besteht, wurde damals vom väterlichen Freund Hans Bichler gepachtet und über die letzten Jahre immer mehr zu einer kulinarischen Institution des Burgenlands. „Stets lustig und unverblümt“ ist es laut Stiegl im Jahr 2005 mit gerade einmal 500 Euro Startkapital losgegangen. „Hätte ja auch schiefgehen können“, sagt der Spitzenkoch mit einem Lachen auf den Lippen. Der Rest ist wohl Geschichte: Aus dem Gut Purbach wurde ein Konzept für regionale Küche mit großer Verbundenheit zu den Menschen des Landes. „Das ist wie bei der Kirche: Man predigt immer das Gleiche und irgendwann glauben einem die Leute das dann“, zeigt Stiegl in seiner menschlichen und direkten Art, wie er über seinen Erfolg denkt. Er wollte von Anfang an etwas machen, das typisch für die Region ist. „Überall wo man hinging, konnte man Rehrücken oder Kaviar essen – dafür muss ich nicht ins Burgenland fahren“, so der vielfach ausgezeichnete Koch. „Ich bin ja auch noch nie in Japan am Meer gesessen und habe dort eine Rheinanke gegessen“, ergänzt er kritisch. Sein Credo war daher, von Anfang an regional zu denken und das auf den Tisch zu zaubern, was vor der eigenen Tür gerade im Angebot ist. „Wir haben hier im Burgenland so viele schöne Produkte in der Region, warum soll ich die nicht verkaufen“, weist der Fachmann auf das Dilemma vieler Gastronomen hin. „Das ist im Burgenland genauso wie im Zillertal oder am Wörthersee. Wobei: Es hängt bei uns auch mit der Harmonie der Volksgruppen zusammen – das stört hier keinen Menschen – wir alle sind Burgenländer und da passt alles“, hält Stiegl, der selbst in Slowenien geboren und aufgewachsen ist, fest.

Regionalität an erster Stelle
„In Japan hat es zum Beispiel Fisch früher nur bis 200 Kilometer vom Meer entfernt gegeben, eben wegen der Transportwege. Dann kommst du heute zu uns nach Österreich und es ist es etwas Besonderes, dass man sagt, ‚man kocht regional‘ – dabei sollte es selbstverständlich sein. Bei uns muss immer überall ein Siegel drüber – das macht die Politik vor und als Kunde bist du dann immer entmündigt“, erklärt Stiegl die Situation in der heutigen Gastronomie kritisch. Er hat sich „damals selbstständig gemacht, weil wenn man „nach der Luxustheorie geht, dann müsste das Schweineschnäuzerl oder das Schweineringelschwanzerl ein Vielfaches vom Schlögel oder Karree kosten. Da ist eine Verknappung vorhanden – nachdem es ja jeweils nur eines davon gibt. Die Fleischpreise sind aber in den Keller gegangen und das Fleisch entwertet worden“, beschreibt der Koch ausführlich die heutigen Zustände. „Der neue Luxus ist ja das Rare. Wir müssen das schützen – also die Kultur, das Essen und das Trinken – all das verbindet“, so Stiegl passend. Wie heißt es doch so schön in einem Sprichwort: Beim Essen kommen eben die Leute zusammen oder wie Max Stiegl es gerne sagt: „Wenn alle Stricke reißen, einen guten Spritzer kannst du immer trinken!“

Wertschätzung für das Essen
„Wenn ich zum Beispiel in Kärnten mit Lojze Wieser rede, dann denken wir oft an früher zurück – als damals in der 80er und 90er Jahren alles mit Spaghetti Carbonara und Carpaccio angefangen hat. Später war es dann mit Sushi genauso“, erzählt Max Stiegl hinsichtlich Regionalität und heimischen Zutaten. „Beim Sushi weiß ich ja auch nicht, woher der Fisch kommt, und trotzdem esse ich ihn einfach so roh. Aber dann sagst du jemand, dass er mal ein rohes Herz in den Mund nehmen soll – und es heißt gleich ‚nein danke‘. Ich sag dann gern ‚Hast du denn noch nie geschmust – da weiß man ja auch nicht was vorher drin war‘, so Stiegl in seiner unverblümten Art. „So ein Herz kommt noch warm und natürlich aus dem Tier raus, warum muss ich da einen Unterschied machen“, so der Spitzenkoch weiter. Deshalb ist es laut Stiegl auch so wichtig, dass ein Gericht ordentlich zubereitet und präsentiert wird. „Wenn ich ein Gericht vor mir hab und das gut gemacht wurde, egal ob es zum Beispiel versalzen oder sonst was ist, dann freut man sich als Gast bestimmt“, so der Koch. Er hat in diesem Zusammenhang leider schon schlechte Erfahrungen gemacht und dann auch mal den Spruch „Ist ja nur für die Touristen“ gehört. Muss man sich als Tourist weniger Wertschätzung gefallen lassen ist daher die angebrachte Frage. „Wenn alles zerfällt oder ist nicht schön, das geht halt nicht. Vor allem mit einem Nationalessen wie einem Wiener Schnitzel oder Kasnudeln. Ein Japaner würde mit Sushi auch nicht so umgehen und sagen „ist ja nur für die Touristen“. Das würde gar nicht aus der Küche raus gehen“, so Stiegl klar und deutlich. Für ihn muss das Motto lauten: Gast ist Gast – da darf man keinen Unterschied machen.

Unternehmer mit Biss
Abseits der Küche ist Max Stiegl inzwischen auch als Weingutbesitzer und Vermieter im Purbacher Tourismus tätig. Das Weingut, welches seit 1984 besteht, hat er 2021 als Herzensangelegenheit von seinem anfangs erwähnten väterlichen Freund Hans Bichler übernommen. „Wir stellen gerade auf Biozertifizierung um und verkaufen vorerst das meiste hier vor Ort“, erzählt Stiegl. Das Weingut zieht demnächst in eine neue Liegenschaft. Mit den aktuell vier verschiedenen Sorten Wein sowie dazu gehörenden Sekt, steht einer erfolgreichen Zukunft im Weinbau nichts entgegen. Ebenso verhält es sich mit den Immobilien, welche Stiegl im Kern erhalten hat und somit auch zum Ortsbild im Burgenland beitragen möchte. Die zu mietenden Zimmer des Gut Purbach liegen rund um das Restaurant in idyllischen, typisch burgenländischen Häusern. Dicke Mauern, hohe Räume und schilfbedeckte Dächer laden hier zum Verweilen ein. Im Inneren erwartet die Gäste stilvolle und moderne Einrichtung. Zusätzlich hat Stiegl auch mehrere Häuser im Ortskern gekauft, um diesen stilecht zu erhalten und Neubauten zu verhindern.

Wie schmeckt das Burgenland?
Sein neues Buch mit dem Titel „Wie schmeckt das Burgenland“ zeigt, wie wichtig das Thema Regionalität in der heutigen Zeit ist. „Mir ging es nicht um mich selbst, mir ging es um die Menschen aus der Region. Das sind die Menschen, die das Burgenland ausmachen und von denen ich viel gelernt habe. Das Buch ist jetzt meine Chance gewesen, diesen Menschen Etwas zurückzugeben. Ich schätze jede Person in dem Buch sehr und ganz wichtig war es mir, dass wir die fünf Volksgruppen unterbringen: Ich sehe das Burgenland wie eine Boutique wo fünf Volksgruppen auf engstem Raum leben und alle sind glücklich“, so der Spitzenkoch ausführlich über sein neuestes Werk. Mein Sonntag hat Max Stiegl eines der Rezepte aus dem Buch zur Verfügung gestellt:

Halászlé – ungarische Fischsuppe

Zutatenliste:

Die Zubereitung:

Zutaten:

  • 1 Kilogramm Zander, Karpfen oder Wels (oder alles gemischt)
  • 500 Gramm Kleinfisch (etwas Brachse, Rotauge, Rotfeder oder Karausche) aus dem Neusiedler See oder der Donau
  • 1,5 Liter Wasser
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, fein gewürfelt
  • Olivenöl
  • 1-2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikapulver, scharf
  • 2 grüne Paprika, klein geschnitten
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • Milchner oder Rogen der Fische, ausgestrichen (optional)
  • Sauerrahm zum Garnieren

Für den Grundfond die Fische filetieren. Die Karkassen (Gräten und Köpfe, Anm.) mit Wasser und eineinhalb TL Salz einige Stunden köcheln lassen, danach abseihen. Zwiebeln in Olivenöl anrösten, Tomatenmark zugeben, danach auch Paprika etwas mit anrösten (nur wenig, sonst wird er bitter). Kleingeschnittenen Paprika hinzugeben, alles mit dem Fond aufgießen, die Fischfilets in Stücken hinzugeben, nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls verwendet, Milchner und Rogen zugeben und noch ca. 10 Minuten köcheln lassen. Beim Anrichten eventuell noch einen Klecks Sauerrahm dazugeben.




Teilen Sie Ihre Eindrücke mit unserer Community:

Posten Sie Ihre Bilder mit dem Hashtag #entdeckenundgeniessenmeinsonntag und Ihre Fotos werden auf unsere Social Wall geteilt!

‼️Lieber Labsalerie Freundeskreis!
.
Unterstützt uns mit euren Stimme für den "schönsten Gastgarten" - wenn ihr unseren für solchen empfindet versteht sich☀️🙏
.
Auf bald!
.
LINK IN Bio...
http://voting.kleinezeitung.at/kleine-voting/voting/show_voting?id=335ec0eed8e3fd54x-4bdfeda8x17a0756683ex2108#
.
.
.
.
#kleinezeitung #dielabsalerie #platzwahl #visitwoerthersee #itsmylife #slowfoodkärnten #derschönsteplatzamwörthersee #buschenschank #labung #regional #regionalistgenial #gastgarten #charme #garten #mitliebegemacht #entdeckenundgeniessenmeinsonntag
...

85 5

Lieber Labsalerie-Freundeskreis!
...oder die, die es noch werden wollen (;
.
‼️ Zum letzten Mal für diese Saison öffnen wir die Tore und freuen uns dies mit euch in gemütlicher Atmosphäre zu feiern 🥂
.
Die Labsalerie ist diese Woche wie folgt offen:
.
👉Donnerstag, Freitag und Samstag ab 17:00-21:00 Uhr --> Business as Usual
👉Sonntag ab 15:30-20:30 --> Zommess'n
.
Reservierungen unter: servus@dielabsalerie.at
.
Wir freuen uns auf EUCH!
.
.
.
#9210 #dielabsalerie #kärntenitsmylife #carinthia #regional #genialregional #slowfoodkärnten #slowlife #kärntenisleians #kärntenisawahnsinn #kärntenlustamleben #visitcarinthia #visitwoerthersee #buschenschank #derschönsteplatzamwörthersee #itsmylife #vegan #veganfood #veganfoodlovers #veganjause #pörtschachamwörthersee #pörtschach #entdeckenundgeniessenmeinsonntag
...

64 3

𝐁𝐢𝐨-𝐄𝐫𝐝ä𝐩𝐟𝐞𝐥 🥔🥔Der Biohof Pichler steht für durch Qualität gekennzeichnete Bio-Produkte in Anbau und Vertrieb. Seit über 100 Jahren existiert der landwirtschaftliche Betrieb am Standort in Friesach. Biobauer Berthold Pichler und seine Familie spezialisierten sich dabei im Anbau von Erdäpfeln. Als bäuerlicher Direktvermarkter steht der Hof für regionale Herkunft und ausgezeichnete Bio-Qualität der Produkte, welche durch Gütesiegel wie jenes der AMA-Genussregion gekennzeichnet sind. Den ganzen Artikel lest ihr auf unserer Website - Link in der Story 👆👆 #entdeckenundgeniessenmeinsonntag #erdäpfel #kartoffel #biohof #friesach #amagenussregion @biohof_pichler ...

8 0

@maxstiegl 👨‍🍳, Ö𝐬𝐭𝐞𝐫𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐬 𝐊𝐨𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐬 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞𝐬 𝟐𝟎𝟐𝟏, hat sich mit dem Gut Purbach einen pannonischen Traum der Gastlichkeit geschaffen. Der Betrieb, in der Nähe des Westufers des Neusiedler Sees, lässt einen Besuch im Burgenland, mit seiner Bodenständigkeit und Gastfreundschaft, zu jeder Jahreszeit zum Erlebnis werden. Den ganzen Artikel inkl. Video lest ihr auf unserer Website - Link in Bio 👆. #maxstiegl #sautanz #gutpurbach #burgenland 📸©RegionalMedien #entdeckenundgeniessenmeinsonntag ...

23 0

𝑇𝑟𝑖𝑛𝑘𝑓𝑟𝑒𝑢𝑑𝑒 😍🍸Der White Cap, ein crémig süsser After Dinner Drink aus der neuen Barkarte von Daniel Schellander @151bistrobar, lässt ein schmackhaftes Abendessen in gemütlicher Stimmung ausklingen. Der Drink ist ein herrlicher Begleiter für den entspannten Abend nach einem anstrengenden Tag in der Arbeit.

Zutaten oben, Zubereitung hier👉: Monkey 47 Dry Gin, Kahlúa und Ramazzotti Crema in einen Shaker geben und mixen. Zum Abschluss noch die Café Bitters hinzugeben. Nebenher die Sahne schlagen und dann über den Cocktail legen. Beim Servieren mit Kaffeebohne und Schokoladestreussel garnieren. #entdeckenundgeniessenmeinsonntag #drink #whitecap #trinkfreude #trinken
...

6 1

𝐃𝐚𝐬 𝐏𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫𝐭𝐚𝐥 ❄😍 Das Pustertal oder Val de Puster, wie es auf Ladinisch heißt, ist ein zum Großteil in Südtirol liegendes Tal. Geprägt von den markanten Flüssen Rienz und Drau wird es aufgrund der wunderschönen Natur auch oftmals als „Grünes Tal“ bezeichnet. Das Pustertal trennt die Südalpen von den Zentralalpen. Ungefähr in der Mitte des Tals, auf dem Toblacher Feld, findet man die bedeutende Wasserscheide der beiden markanten Flüsse. Im östlichen Hochpustertal, welches großteils auf österreichischem Staatsgebiet liegt, reicht das Pustertal bis hinauf nach Lienz, der „Perle der Dolomiten“ und Hauptstadt Osttirols. Vom Brixner Talkessel im Westen bis Sillian im Osten erstreckt sich das Tal über insgesamt rund 70 Kilometer. Charakteristisch für die gesamte Region sind auch die vielen malerischen Städte und Ortschaften, zu denen unter anderem Toblach, Bruneck und Innichen gehören. Den ganzen Artikel lest ihr auf unserer Website - Link in der Story 👆😍 #pustertal #südtirol #italien #winter #entdeckenundgeniessenmeinsonntag ...

9 0
© RMK Regionalmedien Kärnten GmbH