Saftige Trauben versprechen einen guten Weinjahrgang 2015

Es wird kein herausragendes Weinjahr, aber ein sehr gutes. Davon sind die Winzer in Kärnten, der Steiermark, Friaul und Slowenien überzeugt. 

In Friaul, der Goriska Brda und im slowenischen Primorska (an der Adria)-Gebiet beginnen die Winzer kommenden Montag mit der Weinlese. In Kärnten und der Südsteiermark dauert es noch, bis die Trauben gelesen werden können. Winzer sind aber überzeugt: Gesunde Trauben, viel am Stock, Ausdünnen ist noch immer möglich. Erwartung: Es soll ein sehr guter Jahrgang werden. Aber sicher keine sogenannter „Jahrhundertjahrgang“ wie beispielsweise 1999 und 2000.


Die Trockenheit hat den Trauben weniger zugesetzt als befürchtet wurde. Allerdings ist vor allem in den hügeligen Landschaften von Friaul und Slowenien durch die Hitze der Zuckergehalt der Trauben recht hoch. Hoher Zuckergehalt bedeutet höherer Alkoholgehalt im Wein.


Was im Collio, der Brda oder den Colli orientali del Friuli vor allem beim Weißwein ein wenig Probleme bereiten könnte, kommt den Winzern in der Gegend des Grave (Ebene) und vor allem dem Weinbaugebiet Friuli-Latisana zugute. Dort werden die einst eher „süffigen“ und flacheren Weine zu großartigen Tröpferln. Luigi Veronelli, der einstige Weinpapst Italiens, hatte zu Lebzeiten das Gebiet besucht und damals gesagt: „Mich erinnert Friuli-Latisana ein wenig an das Bordeaux. Das Meer nicht weit weg, keine fetten Böden, aber genügend Grundwasser, wo sich die Rebstöcke tadellos ernähren können.“ Veronelli meinte: „Und wenn in Zukunft die Winzer mehr Wert auf Qualität legen und im Weingarten besserer Arbeiten erledigen, dann werden hier einmal ganz tolle Weine gelingen.“ Was Veronelli vor mehr als 15 Jahren behauptet hat, ist jetzt schon eingetreten.


Ein besonders gutes Beispiel: Das Weingut Isola Augusta bei Latisana. Große Auszeichnungen für den Chardonnay und den Verduzzo. Massimo Basani, Eigentümer von Isola Augusta: „Die Roten sind drauf und dran, in die Stufe hervorragend zu klettern. Der Vorteil für Konsumenten: Die Preise sind nicht so hoch wie im hügeligen Gelände.“

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