Gault Millau - Hauben schossen in die Höhe

„Gault Millau Österreich“ hat endlich jene Wertungen übernommen, die nicht nur im Kernland des Gastroführers, in Frankreich, genutzt werden: Fünf statt vier Hauben. Im neuen Gault Millau sorgt das auf den ersten Blick für Irritationen. Umlernen tut gut.

Vor mehr als 40 Jahren führte der Salzburger Michael Reinartz den berühmten französischen Restaurantführer „Gault Millau“ auch in Österreich ein. Er wurde ein Renner. Und gut für die heimische Gastronomie. Denn immer mehr Köchinnen und Köche und deren Wirtsleute wollten in den hohen Haubenhimmel Österreichs aufsteigen. Allerdings ließ im Laufe der Zeit der Run des Konsumenten auf den Führer etwas nach. Scheinbar reicht es einem guten Teil der kulinarisch interessierten Bevölkerung, wenn die Tagespresse im Herbst berichtet, was im neuen Gault Millau für das kommende Jahr „neu“ ist.

Heuer sehr neu
Für das Jahr 2020 ist alles neu: Denn plötzlich gibt es nicht mehr vier, sondern fünf Hauben für die Creme della Creme der österreichischen Kochkunst. Der österreichische Gault Millau stellt sein Bewertungssystem auf das in Frankreich schon gebräuchliche System um. Kärnten beispielweise besitzte zwar keinen „fünf Hauben“ Betrieb, aber drei 4 Hauben Restaurants: Nummer eins bleibt Hubert Wallner im Bad Saag mit vier statt bisher drei Hauben und 18 Punkten. Einen halben Punkt darunter „Forelle“ am Weissensee und „Sicher“ in Tainach. Wieder einnn halben Punkt weniger erhielt das „Caramė“ in Velden.

Neues Punktesystem
Maximal sind vom „Gault Millau“ 20 Punkte zu vergeben. 5 Hauben – 19 und 19,5 Punkte von max. 20 Punkten; 4 Hauben – 17 bis 18,5 Punkte; 3 Hauben – 15 bis 16,5 Punkte;

2 Hauben – 13 bis 14,5 Punkte; 1 Haube – 11 bis 12,5 Punkte. Im Grunde genommen „rutschen“ die Haubenbetriebe teilweise „aufwärts“. Zwei-Hauben-Lokale finden sich in der Ausgabe von 2020 als Drei-Hauben-Lokale wieder. Was im ersten Moment für Jubel sorgt, ist bei näherem Hinsehen „nur“ die Bereinigung nach dem neuen System.

Fünf-Hauben
Österreichs beste Restaurants bleiben nach wie vor: „Konstantin Filippou“, Wien mit 19 von 20 Punkten, „Silvio Nickol Gourmet Restaurant“ in Wien mit 19 Pumkten, „Obauer“ in Werfen, 19 Punkte, „Steirereck im Stadtpark Wien“ mit 19 und „Simon Taxacher“ in Kirchberg in Tirol (toller Aufsteiger) mit ebenfalls 19 von 20 Punkten.

 

Text: Peter Lexe

Foto: ©Daniel Waschnig

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