Die Forchir-Weine aus Friauls Ebene

Insgesamt 230 Hektar Weingärten nennt das Gut „Forchir“ nahe Codroipo in Friaul sein Eigen. 150 Hektar davon liegen rund um das neu errichtete Produktionshaus in Camino al Tagliamento. Vater und Tochter setzen in dritter und vierter Generation eine große Weinbauerntradition fort.

Am Balkon der neu eröffneten Produktionsstätte des Weinguts Forchir in Friaul kann der Blick nicht mehr von den Reben abschweifen – 150 Hektar Weinland rund um das neue Gebäude. Rebzeile an Rebzeile – jeder Weinstock ausgerichtet wie die Gardesoldaten bei der Ankunft eines Staatsgastes. Es tut den Sinnen gut, so ein gewaltiges Kulturland mit den Augen zu ertasten.

Gianfranco Bianchini, Weinmacher in dritter Generation, hat in Camino al Tagliamento, nahe Codroipo mitten in seine Weinlandschaft die neue Produktionsstätte errichtet. Ein gewaltiges Gebäude, das sich jedoch in die Landschaft harmonisch einfügt. Da haben sich Winzer und Architekt gute Gedanken gemacht.

Modern wird produziert, mit Energie, die von der Photovoltaikanlage kommt, mit naturnaher Pflege der Reben, mit maschinellem Einsatz, dort wo er ganz einfach notwendig ist.

Gianfranco und seine Tochter Giulia Bianchini gehen in ihrer Aufgabe auf: Viel Land, jawohl, aber auch viel Philosophie und Liebe zur Natur beherrschen alle Überlegungen.

Erste Abfüller
Als die vielen Winzer in Friaul-Julisch Venetien ihre Weine offen oder in großen Glasflaschen zu 50 Liter verkauften, waren die Weinbauern des Gutes Forchir bereits mit Glasflaschen am Markt. Giulia Bianchini, Winzerin in der vierten Generation: „Wir gehörten zu den ersten Winzer der Region, die Weine in 0,75 Liter Flaschen abfüllten.“

Grave del Friuli
150 Hektar Weingärten besitzt das Gut Forchir in Camino al Tagliamento, weitere 80 Hektar befinden sich nahe Spilimbergo, wo noch das alte Produktionsgebäude steht. Alle Gärten befinden sich im Weingebiet Friuli Grave. Es sind steinige Böden, heiße Sommer, durch den Fluss Tagliamento kommt zarte Abkühlung während der Nacht. Die Mineralik spiegelt sich im Geschmack wieder, Frucht und Aroma steuert ein wenig die Kühle der Nacht.

Es sind in erster Linie Weißweine, die hier seit Generationen gekeltert werden. Alle werden in Stahltanks vergoren und ausgebaut.

Modern und mit großem Wiedererkennungswert ausgestattet sind die Etiketten auf den Weinflaschen. Giulia: „Ich habe einen Grafiker aus Treviso, der noch nie im Leben Weinetiketten gemacht hatte, den Auftrag erteilt. Er ist unvoreingenommen.“ Gute Arbeit.

Ab Hof-Verkauf
Das Gut ist einen Besuch wert, als Beispiel dafür, dass Winzer mit großen Rebflächen exzellente Weine produzieren können. Die Weine können auch ab Hof gekauft werden und kosten zwischen von fünf Euro aufwärts.

Infos auch unter www.forchir.it.

Text: Peter Lexe

Foto ©Weingut Forchir

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